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Stand    Oktober 2017


Thomas Volle, in Nürtingen geboren, erhielt seinen ersten Gesangsunterricht bei den Aurelius Sängerknaben Calw, wo er als Knabe in Mozarts Zauberflöte schon früh Bühnenerfahrung sammeln konnte. 2002 begann er sein Gesangsstudium bei Herrn Professor Thomas Quasthoff, zunächst an der Hochschule für Musik Detmold, ab 2004 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, wo er u.a. auch Mitglied der Liedklasse von Herrn Professor Wolfram Rieger war. Anschließend absolvierte er ein Aufbaustudium (Konzertexamen) bei Herrn Professor Berthold Schmid an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Der junge Tenor ist Preisträger des „Frankfurter Mendelssohn-Preis 2008“ und war mehrfach erfolgreich beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, 2001 war er auf Einladung des Deutschen Musikrates Teilnehmer der „European Summer Academy for Chamber Music“ in Blonay (Schweiz). Er absolvierte verschiedene Meisterkurse bei Frau Professor Charlotte Lehmann, 2007 nahm er an der Masterclass „The Art of Song“ in der Carnegie Hall in New York teil. Bereits mehrere Male war er Gast bei der Biennale Alter Musik in Berlin oder beim Bachfest Leipzig und sang bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Telemann-Tagen Magdeburg, dem Zermatt Festival, dem Internasjonale Kirkemusikkfestival Oslo sowie dem Christmas Sibirian Festival Novosibirsk, Birgitta Festival Tallinn, den Niedersächsischen Musiktagen oder dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

Thomas Volle wirkte in zahlreichen Opernproduktionen mit, die ihn beispielsweise an das Théatre des Champs-Elysées Paris, die Opéra de Lille, La Monnaie Brüssel, die Folkoperan Stockholm, das Landestheater Detmold, das Landestheater Coburg, die Städtischen Bühnen Bielefeld oder das Schlosstheater Rheinsberg führten und war Mitglied der Jungen Kammeroper NRW und Niedersachsen. In Berlin war er unter anderem als Oebalus in Mozarts „Apollo und Hyazinth“ zur Wiedereröffung des Bodemuseums und in Produktionen der Hochschule für Musik Hanns Eisler als Xerxes in der gleichnamigen Oper von Händel, in Puccinis „Gianni Schicchi“ in der Partie des Rinuccio oder als Nerone in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ zu erleben.  Er war als Ferrando in Mozarts „Cosi fan tutte“ in der Jahresproduktion der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig zu hören, eine Produktion der Sasha Waltz&Guests Dance Company und des ensemble modern führte ihn mit der Uraufführung von P. Dusapins „Passio“ nach Paris ans Théatre des Champs-Elysées. In den letzten Jahren war Thomas Volle etwa als Tamino in Mozarts „Zauberflöte“ beim Festival „Schärdinger Sommeroper“ (Österreich) oder bei der Uraufführung von T. Jennefelts „Paulus“ in Berlin zu erleben, es folgten u.a. weitere Vorstellungen von Dusapins „Passio“ in La Monnaie Brüssel sowie die Partie des Pastore in Monteverdis „Orfeo“ im HAU1 Berlin oder die Partie des Guido in Donizettis Enrico di Borgogna in einer Produktion der „Vadstena Akademien“ (Schweden). Zuletzt debütierte Thomas Volle u.a. als Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“ sowie in der Partie des Nureddin in P. Cornelius’ „Der Barbier von Bagdad“ am Landestheater Coburg, letzten Herbst war er als Gandhi in Ph. Glass’ Oper „Satyagraha“ an der Folkoperan Stockholm zu erleben. Derzeit singt Thomas Volle den „Don José” (Rollendebut) in G.Bizets „Carmen“ am Stadsteater Uppsala in einer Inszenierung der deutschen Regisseurin Anna Bergmann.

Sein umfangreiches Repertoire als Konzert- und Oratoriensänger umfasst u.a. Monteverdis Marienvesper, Bachs Passionen, Oratorien und die Messe in h-Moll sowie zahlreiche Kantaten, Händels Messias, Haydns Schöpfung, Mozarts Messen und Requiem, Mendelssohns Paulus und Elias oder Honeggers „Le Roi David“. Er konzertierte mit Orchestern wie der Akademie für Alte Musik Berlin, der Lautten Compagney Berlin, dem Elbipolis Barockorchester, Drottningholms Barockensemble, Helsinki Baroque Orchestra, dem Leipziger Barockorchester, dem Scharoun-Ensemble, dem Solistenensemble Kaleidoskop, dem Konzerthausorchester Berlin, den Deutschen Philharmonikern, der Staatskapelle Halle, dem Akademisches Symphonieorchester Novosibirsk oder etwa dem Orquesta Filarmónica De Cámara Madrid sowie mit Chören und Ensembles wie dem Dresdner Kreuzchor, Eric Ericsons Kammarkör, Dresdner Kammerchor, „I Fagiolini“, dem Philharmonischen Chor Köln, der Berliner Singakademie, der State Russian A. Yurlov Choir Capella, den Aurelius Sängerknaben Calw, dem Cäcilien-Chor Frankfurt oder der „Singakademie zu Berlin“. Seine rege Tätigkeit im Konzertbereich führt ihn regelmäßig ins Ausland und er sang in Konzerthäusern wie der Novosibirsk Philharmonia, Stockholms Konserthus, der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt oder dem Konzerthaus Berlin. Dabei arbeitete Thomas Volle mit Dirigenten wie Marcus Creed, Peter Schreier, Roderich Kreile, Robert Hollingworth, Franck Ollu, Gintaras Rinkevičius, Olof Boman, Roland Kluttig, Wolfgang Katschner, Fredrik Malmberg, Florian Heyerick, Ralf Popken oder Nicholas Fink.

Intensiv widmet sich Thomas Volle auch dem Liedgesang und kann dabei auf ein breit gefächertes Repertoire zurückgreifen. Zuletzt präsentierte er mit dem Pianisten Magnus Svensson Schuberts „Die schöne Müllerin“ in Stockholm und Vadstena, gab einen Liederabend im Rahmen der Lieder-Reihe des Konzerthaus Stockholm, ebenso war er in Dresden mit Mahlers „Das Lied von der Erde“ zu hören oder gab als „Artist in Residence“ der „Vadstena Akademien“ in Vadstena (Schweden) einen Liederabend mit einem rein schwedischen Programm.